Wie bist du den auf diesen Beruf gekommen? Diese Frage wurde mir oft gestellt und ist ja auch noch verständlich, liegen diese zwei Jobs doch nicht gerade nah beieinander. Es war auch keine impulsive Entscheidung, sondern der Entscheid hat eine Vorgeschichte und ich kann wirklich sagen ich habe ihn nicht leichtfertig oder aus einer Laune heraus gefällt. Hier möchte ich euch erzählen, wie es dazu kam.
Vor zehn Jahren hatte sich bei mir beim Schule geben eine gewisse Demotivation eingeschlichen. Ich kann nicht mehr genau sagen warum. Auf jeden Fall machte ich mich auf die Suche nach Alternativen. Per Werbung wurde ich auf den Beruf des Zugverkehrsleiters aufmerksam und so meldete ich mich für eine Infoveranstaltung an. Nach dieser Infostunde war ich Feuer und Flamme und kam ganz begeistert nach Hause. Nach einem Austausch mit meiner Angetrauten zeigte sich leider rasch, dass dieser Anschluss ausserhalb meiner Reichweite lag. Sozusagen das Gleis 49 aller Alternativen. Svea war damals gerade ein Jahr alt und der Lohn hätte bei 100% Beschäftigung, hmm sagen wir mal sehr knapp gereicht. So fuhr dieser Zug vorerst ohne mich ab und ich suchte dafür nach neuen Herausforderungen im Schulbereich. Die ich schlussendlich mit der Arbeit als Förderlehrer, dem späteren Stellenwechsel nach Solothurn und dem CAS auch gefunden habe. Trotzdem schaute ich zwischendurch, wenn ich in Olten an der Betriebszentrale Mitte vorbeifuhr, wehmütig hinauf zum hell erleuchteten obersten Stock. Irgendwann verschwand die Idee im Schrank meiner vielen Ideen (z.B. Leuchtturmwärter, Barkeeper in einem irischen Pub oder Football Coach) und schlummerte da zehn Jahre vor sich hin.
Ich muss sagen, der Text ist wirklich gut geschrieben. Doch die Verwendung des wortes Angetraute scheint mir doch etwas fehl am Gleis, so als ob der Text von der DB geschrieben worden wäre, einfach bissle verspätet.
Extra für dich!
Gleis 49 🤪🤮😡
True true..