In eigener Sache

Sicher habt ihr schon das neue tolle Logo auf unserem Blog entdeckt, das sehr passende Design hat Noël entworfen. Aber das ist nicht das Einzige, das sich auf Weichenherz verändert. Neu ist Noël nicht nur Chefdesigner, sondern offizieller Co-Autor. Die Ausrichtung des Blogs wird offener und geht um Spannendes, Amüsantes und Interessantes aus der Bahnwelt, nicht nur aus der Fahrdienst-Perspektive. Dazu gehören auch Reiseberichte und in naher Zukunft auch eigens erstellte Videobeiträge zum Thema. Wir wünschen weiterhin viel Spass beim Lesen und ein grosses Merci für eure Kommentare und das Begleiten in unserem Berufsalltag auf und neben der Schiene.

Noël & Dave

4
3

Sommer-Special Teil 6: Einige Highlights

Auch bei den vierten Ferien in den Niederlanden gab es wieder Neues zu entdecken und zu staunen. Da sich unser Besuch langsam dem Ende zuneigt, hier einige Highlights der letzten zwei Wochen:

Fahrrad fahren

Also nicht das Fahrradfahren an sich, sondern speziell in diesem ultimativem Veloland. Eigene Velowege, nicht nur aufgemalte gelbe Streifen. Sogar rund um den Kreisverkehr, sicherer geht es fast nicht. Es gibt eine eigene App fuer Velowege, mit Informationen ueber Werkstaetten und Verpflegungsmoeglichkeiten. Erstere musste Cathy in Anspruch nehmen. Innert einer Stunde war ihr Reifen geflickt und sie bereit fuer die Weiterfahrt. Noch mehr Argumente gefaellig:

Eine mehrstoeckige, unterirdische und kostenlose Veloparkanlage beim Bahnhof Utrecht Centraal

Ebenfalls in Utrecht gesichtet

Velostrasse, Autos sind hier nur zu Gast!

Nationaal Militair Museum

Unsere Tauschfamilie gab uns als Ausflugstipp in der Region das nationale Militaermuseum mit. Okay.. A must see! Da es nur 30 Velominuten von unserem temporaeren Haus entfernt war, warum nicht? Und ehrlich, wir waren alle sehr beeindruckt. Ich denke, dass die Niederlaender auch einen anderen Bezug zu ihren Streitkraeften haben als wir, das Museum konnte sich auf jeden Fall sehen lassen. Ich vermute, dass sie auch ein anderes Budget zur Verfuegung haben als das Fliegermuseum Duebendorf. Natuerlich kamen auch die Aviatikfans in unserer Familie nicht zu kurz. Zum schmunzeln regte uns ein ausgestellter F5-Tiger an, hier als Antiquitaet verkauft, bei uns immer noch in der Luft. Zum Abschluss konnten wir noch eine Runde in einem alten Militaertransporter mitfahren, und fast haetten wir im Shop ein Tarnzelt gekauft. Svea hat uns wohlweislich davon abgehalten.

Maasvlakte 2, der groesste Hafen Europas

Noel hat dank seiner Top Berufsschule verschiedenste Einblicke in die Welt der Logistik. Waere es moeglich, den neuen Hafen vor Rotterdam zu besuchen? Hausherr Bram suchte uns die Informationen heraus. Wir seien die ersten in 15 Jahren Haustausch, die das machen wollen. Sobald er von Noels Berufslehre erfuhr, war es ihm klar warum. Bis dahin war es aber eine ziemliche Reise, zuerst mit dem Zug zwei Stunden bis Rotterdam, dann mit der Metro bis an den Strand und zum Schluss noch die Faehre. Unterwegs zum Hafen trafen wir sogar Seehunde an, der Kapitaen machte extra eine Schlaufe, damit wir sie vom Nahen sehen konnten. Seit den Bauarbeiten am neuen Hafen sind sie hier heimisch geworden, vor allem der flach abfallende Strand sagt ihnen sehr zu. Sie scheinen sich an den Ozeanriesen nicht zu stoeren. Die Hafentour war sehr eindruecklich, auch wenn die vor allem die gruenen Firmen, zum Beispiel eine die Fundamente fuer Windraeder herstellt, betont wurden. Der erste vegane Hafen Europas, witzelten wir. Trotz allem, fuer uns Landratten ein einmaliges Erlebnis. So ein voll automatisiertes Containerterminal ist schon sehr imposant. Und hey: Seehunde!

Die Schwester des weltbekannten Schiffes

City Life

Wie schon in den vorherigen Berichten beschrieben, die Staedte in den Niederlanden haben es uns angetan. Vor allem gibt es auch ausserhalb von Amsterdam (das mittlerweile wirklich ueberlaufen ist) spannende Orte zu entdecken. Jede Stadt hat ihren eigenen Charakter und die Mischung von Moderne und Tradition ist sehr interessant. Natuerlich kamen auch unsere Shoppingqueens auf ihre Kosten, dank dem momentanen Eurokurs muessen wir nach unserer Rueckkehr nicht gerade Konkurs anmelden. Manchmal sind wir auch ohne Ziel durch die Strassen geschlendert oder mit dem Tram gefahren und haben dabei so manches lustige Detail entdeckt, zum Beispiel ein Cafe, in dem zwei echte Katzen auf der Theke chillten.

Sommer Special Teil 5: Unterwegs mit dem OV in Holland

Nun ist eine Woche um, Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen, wie wir ohne Auto in den Ferien zurechtkommen. Insgesamt kann ich sagen, erstaunlich gut. Klar gibt es Momente, wo ein Auto um einiges praktischer waere, zum Beispiel beim Einkaufen. Aber unsere Kinder sind auch groesser geworden, wir haben keinen Kinderwagen zum schieben und alle tragen ihre Rucksaecke selber. In einem Land wie Holland ist es auch problemlos machbar wuerde ich sagen. Die Verbindungen sind meist gut, nur die Anschluesse sind nicht immer so smooth wie bei uns. Manchmal stehen wir 15 Minuten auf dem Perron oder rennen durch den Bahnhof. In grossen Staedten wie Rotterdam oder Den Haag waere es ein Irsinn, mit dem Auto unterwegs zu sein. Metro, Tram oder Bus sind immer in Reichweite. Die Innenstadte sind zudem meist radikal autofrei, vor allem Den Haag hat uns sehr beeindruckt. Sogar das Tram wurde in einen Tunnel verbannt. Dafuer haben die Bewohner die grossen Plaetze in Beschlag genommen und geniessen das schoene Wetter in Cafes oder im Park. So sieht eine Stadt aus, wenn sie fuer Menschen gebaut wird statt fuer Autos, bemerkte Noel. Recht hat er. Wir haben mittlerweile 793 km mit OV zurueckgelegt, dabei sammelten wir 115 Verspaetungsminuten. Das ist mehr als akzeptabel. Alle Fahrten haben mich bis jetzt 130 Franken gekostet. Top ist das Gruppenticket, mit dem nach den Stosszeiten fuer 10 Euro pro Weg (egal wohin) gefahren werden kann.

Was ist nun meine (subjektive) Einschaetzung zum OV in den Niederlanden? Ich versuche es, in verschiedenen Punkten zu erlaeutern.

Infrastruktur: Durchgehende positiv. In den letzten Jahren wurde offensichtlich viel investiert. Die grossen Bahnhoefe sind moderne Palaeste, gut zugaenglich, uebersichtlich und sehr grosszuegig angelegt. Die Wege sind kurz und top beschildert. Auch kleine Bahnhoefe haben hohe Perrons und natuerlich Veloparkplaetze.

Vom Perron kann in Den Haag eine Etage hoeher direkt ins Tram umgestiegen werden, das nachher im Tramtunnel durch die city verschwindet.

Rollmaterial: Tag und Nacht wuerde ich sagen. Die Regioverbindungen sind top, Niederflur, geraeumig und viel Platz. Im Fernverkehr hingegen verkehren Zuege aus den Achtzigern mit entsprechend wenig Komfort. Mit Kinderwagen oder Rollstuhl hast du verloren. Ab diesem Jahr verkehren endlich neue Intercity Zuege, die sind auch dringend noetig. Mit Thalys, ICE oder Eurostar ist die Niederlande mit modernen Highspeed Trains verbunden.

Ein „Koploper“ Intercity, in den Achtzigern der Shit.

Ein moderner Regio in unserem Heimatbahnhof Soest

Nahverkehr: Absolut Top, mit der OV-Chipkaart koennen alle Verkehrsmittel benutzt werden, es wird immer der guenstigste Preis berechnet. Das Rollmaterial ist meist auf dem neusten Stand und wir haben uns dank der Apps der Verkehrsbetriebe immer zurechtgefunden. Meine neue Lieblingstramlinie: Der Strandexpress! Ohne halt von Centraal zum Strand.

Der Tramtunnel in Den Haag

Metro in Rotterdam, die auch an den Strand oder nach Den Haag faehrt.

Service: Erstaunlich viele Zuege, auch Regios haben einen Zugbegleiter. Ich hoffe fest, dass sie nicht denselben Fehler machen wie wir und beim Personal sparen. Auch die App der Staatsbahn ist gut, ausser das die Kreditkarte nicht permanent mit der App verknuepft werden kann ist relativ nervig. Insgesamt stelle ich dem OV eine gute bis sehr gute Note aus. Das Autofahren fehlt uns bis jetzt gar nicht. Vielleicht aendert sich unsere Meinung, wenn wir Kiloweise Hagelslag und Stroopwafeln nach Hause schleppen muessen.

Sommer – Special Teil 4: Kampf der Moeven (von Svea)

18.Juli.2023, an dem Tag haben wir beschlossen an den Strand zu gehen. Das Wetter passte also freuten wir uns auf den tollen Strandtag. Wir gingen an einen Strand ihn Den Haag. Als wir am Strand ankamen waren alle happy. Wir gingen also sofort ins Wasser , Mami natuerlich ausgenommen (: Die Wellen waren sehr hoch und es war wirklich toll. Doch nach so viel schwimmen hatten wir auch etwas Hunger. Also sind ich (Svea), Noel und Papi Essen holen gegangen. Ich glaube ihr koennt es euch schon denken, nateurlich habe ich mir Pommes ausgesucht. Happy sind wir mit unserem Essen zum Strand gelaufen.

Wir laufen und die ersten Moeven treiben ueber uns. Und es werden immer mehr, langsam verging auch mein Lachen und ich merkte, dass ich mein Essen verteidigen muss.Es geht ja um meine Pommes! Wer mich nicht so gut kennt, weiss vielleicht nicht, dass ich sehr gerne Pommes habe. Teilen ist ja nicht schlimm, wenn man fragt und ich glaube euch allen ist bewusst, dass Moeven nicht gerade gespraechsfreudig sind. Ihnen geht es mehr ums stehlen. Als dann die Erste richtig nahe kam waren wir etwas baff. Ich weis nicht mehr wer aber jemand von uns sagte „frech“, ja das war es in der Tat. Schnell kammen immer mehr dazu, ich weiss nicht mehr wieviele. Ich blieb stehen weil es so viele waren. Eine schnappte nach Papi’s Calamares. Die Moeve hat eines heraus gepickt, so richtig schnell das Papi voller Schock es fallen liess, alle anderen stuerzten sich drauf. Noel rannte schnell weg zu seinem Badetuch. Ich und Papi hingegen waren noch etwas umkreist fanden aber auch zum Platz. Am Ende konnte ich meine Pommes doch noch geniessen, ich versteckte mich unter meinem Badetuch. Nun musste ich (leider) mit Nuki teilen. Es gab keine Verletzten. Dafuer habe ich jetzt Angst vor Moeven, weil sie wirklich frech sein koennen, skandaloes.

Sommer-Special Teil 3: Soest einfach

Vollbepackt ging unsere Reise weiter in Richtung unseres Ziels: Soest in der Naehe von Utrecht. Zuerst schien alles ruhig und puenktlich zu sein, der Intercity holte sogar seine Verspaetung wieder auf. Leider gab es auf einem Bahnhof einen Polizeieinsatz und diese 25 Minuten Verspaetung waren zuviel des Guten. In Bruxelles Midi sahen wir unseren Thalys gerade noch ausfahren. Der sehr nette Herr der SNCB stellte uns am Schalter eine Verspaetungsmeldung aus, mit doppeltem Stempel und Unterschrift. Damit konnten wir einfach in den naechsten Thalys nach Rotterdam einsteigen. Es gibt schlimmere Orte als Belgien, um die Zeit totzuschlagen. Der Waffelstand und die erste Chocomel des Sommers trugen erheblich zur Stimmungsauflockerung bei.

Der Rest der Reise verlief ohne Zwischenfaelle, ausser in Utrecht wurde es schnell hektisch bis wir alle unsere OV-Chipkarte in den Fingern hatten. Es haette uns auch vorher in den Sinn kommen koennen, das wir zuerst durch die Schranke, eine Karte kaufen und wieder rein gehen muessen. Man lernt nie aus. Schlussendlich kamen wir muede und zufrieden am Kerkpad in Soest an. Das Haus ist sehr hell und einladend, ausser den halsbrecherischen Treppen (wieviele Unfaelle gibt es in den Niederlanden wohl im Jahr aufgrund der engen Treppenabsaetze?) fuehlten wir uns schnell zu Hause. Hausherr Bram hatte sogar extra ein Znacht fuer uns vorbereitet, das ist Service.

Ich bin gespannt, wie unsere ersten Ferien ohne Auto, nur mit Fahrrad und OV sein werden. Zum Glueck ist diese Familie fuer einmal sehr gut mit Fahrraedern ausgeruestet, wir mussten nur fuer Svea noch eines mieten, weil die richtige Groesse nicht vorhanden war. Bekanntlich sind die Niederlaenderinnen tendenziell eher grossgewachsen, was sich einmal mehr bestaetigte. So werden wir neben Zug auch Fahrrad fahren, was Ferien so mit einem machen, kaum zu glauben.

Ein bisschen Klischee muss auch sein

Das Highlight des Hauses: Mit dem vollbeladenen Cargobike nach den Einkaeufen direkt in die Kueche fahren. Macht me viu zweni! Cathy moechte jetzt unbedingt so ein Cargo Bike, auch wenn wir zu Hause nicht in die Kueche fahren koennen.

(Fotos des Sommer Specials von Cathy, Noel und Svea)

Sommerspecial Teil 2: Wandern mit den Woelfen von Echternach

Zwei Dinge moegen euch nach diesem Titel seltsam vorkommen: Woelfe in Luxembourg? Familie Wendel wandert? Woelfe haben wir keine gesehen, aber ja, wir sind tatsaechlich gewandert. Zuerst ging es mit dem Ueberlandbus (der auch kostenlos ist) nach Echternach, wo unsere Route durch das Muellertal und die Wolfsschlucht ihren Anfang nahm. Nach den ersten Hoehenmetern war erst einmal Pause angesagt und das versprochene Picknick vernichtet. Danach ging es durch teils spektakulaere Landschaften, die sogar den Wandermuffeln in unserer Familie (ich eingeschlossen) die schweren Fuesse vergessen liessen. Der „Nachteil“ war, dass es viel zu entdecken gab. Cathy und ich fuehlten uns in die Zeit zurueck versetzt, als ein Spaziergang mit Kinderwagen ins Dorf und zurueck auch gut mal zwei Stunden dauerte. Heutzutage muss natuerlich auch noch der passende Insta-Spot gefunden werden und die Beleuchtung stimmen. Dementsprechend kuerzten wir aus Zeitgruenden die Route in der Haelfte ab. Das war nur moeglich, weil auch in einem kleinen Ort in der Pampa von Luxembourg gilt: De Bus halt!

Sommer-Special Teil 1: Luxembourg

Ihr habt vielleicht schon Wellen in Hawaii geritten, Berge in den Anden bezwungen oder Sushi in Tokio gegessen, aber wart ihr schon einmal in Luxembourg? Tja, eben. Anouk und Noel haben uns auf die Idee gebracht, die schon einmal fuer ein Wochenende dort waren. Da unsere Haustauscher in den Niederlanden erst am Montag ausfliegen, haben wir einen Zwischenstopp in der Wiege der Luxemburgerli eingelegt. Davon moechte ich euch im ersten Sommer-Special berichten. Somit wird die Tradition des Ferienblogs (www.spirgi.com/wendel) auf Weichenherz, wenn auch in kuerzerer Form weitergefuehrt. Natuerlich werde ich auch das eine oder andere Wort ueber den OV in fernen Landen verlieren.

Mit dem TGV von Meroux (direkter Zubringer ab Biel) sind wir mit tolerierbaren elf Minuten Verspaetung angekommen. Mit dem Bus ging es bergauf und bergab zu unserem Hotel. Die Stadt hat sich quasi links und rechts von einem grossen Tal festgesetzt. Ein Gaudi ist die Letzeburgische Sprache, noch witziger als Niederlaendisch. Manchmal ist es 1:1 Schweizerdeutsch und dann versteht man wieder gar nichts mehr. In Laeden und Restaurants muss jeweils herausgefunden werden, mit welcher Sprache am besten parliert wird, das kann je nachdem eine Weile dauern.

Die Stadt selber ist sehr schoen, sehr modern und ein Paradies fuer Schopping Queens. Es gibt nicht unbedingt eine schmucke Altstadt, aber viele Prachtbauten und Boulevards. Alles ist nah beieinander oder praktisch mit Bus und Tram erreichbar. Letztere sind in Luxembourg komplett gratis! Das ist eimal eine Ansage! Vor allem ist auch das Angebot und die Verbindungen wirklich gut. Neue Elektrobusse kurven durch das Tal und die Tramlinie ist wirklich spitze. Auf den Hauptverkehrsachsen wurden Autospuren den Schienen geopfert, somit muss das Tram nicht mit dem Verkehr im Stau stehen, was sehr radikal und gleichzeitig genial ist. Es gibt noch keine offiziellen Zahlen, ob der Gratis-OV wirklich mehr Leute weg vom Auto bringt, uns hat es auf jeden Fall ueberzeugt. Natuerlich ist auch in Luxembourg das Fahrrad sehr beliebt. Der spektakulaerste Fahrradweg befindet sich unter! der Pont Adolphe. Das ist mal innerstaedtische Raumplanung.

Luxembourg: Auch hier is real!

Geschafft!

Am Dienstag 23.5. um 12:21 war es amtlich: Ich bin offiziell Fahrdienstleiter bei den SBB! Danke an alle die mitgefiebert, Daumen gedrückt und gehofft haben! In solchen Momenten fällt es mir schwer, mein Innenleben in Worte zu fassen. Darum lasse ich am besten jemand anderen für mich sprechen, meine Lieblingssängerin Laura Brehm. Play drücken, geniessen und mitlesen.

Laura Brehm: Don’t wait

There you are again in your car
Going faster trying to figure out
The mess in your heart lately
You wonder where you are
Where you’re going it’s too far
You’ve lost yourself and you’re so lonely

Once again you’re picking the pieces up that someone else left
Once again you feel you can’t move until you’ve made sense of it
And deep down you know that you’d be alright if you just let go
Time to let the wind carry you where it’s calling you to go

Now the lights in your heart is radiating
With this love the empty road is all inviting
You will follow it now without questioning at all
You don’t have to wait

Seems there is nothing to say
Wild thoughts are clouding your head
But you can hold onto your day dreams

And you make them appear out of thin air, can you explain that?
There is so much more than the surface that we will get caught up in
And deep down you know you can do your best, you just need to live
And the story has not come to an end, it now begins

Now the lights in your heart is radiating
With this love the empty road is all inviting
You will follow it now without questioning at all
You don’t have to wait

Don’t let life be waiting at a standstill
You cannot afford to let the dark control you
Don’t let hope fade faster than you mean to
There is always a way to a place you haven’t seen yet

And you made it appear out of thin air, can you explain that?
Funny, you feel you can move on without making sense of it

Now the lights in your heart is radiating
With this love the empty road is all inviting
You will follow it now without questioning at all
You don’t have to wait

You don’t have to wait

(by musixmatch)

Gastbeitrag von Anouk: Die Deutsche Bahn, meine Liebe

„In wenigen Minuten erreichen wir Hannover Hauptbahnhof, mit einer Verspätung von 30 Minuten, wir entschuldigen uns für die Verzögerung und bedanken uns für ihre Reise mit der Deutschen Bahn…“

So klang es bei meinem ersten DB Abenteuer, die genaue Verspätung weiss ich nicht mehr, aber 30 Minuten waren es bestimmt. Neben den vielen Verspätungen haben sich viele Abenteuer angesammelt, die nun zu diesem Gastbeitrag geführt haben. Der Text ist aber keinesfalls als Kritik zu verstehen, ich geniesse die Zeit mit der DB sehr, die Züge sind meist sauber und bequem. Vielleicht gerade deswegen sorgt sie sich um mich, dass ich noch etwas länger im ICE sitzen bleiben kann. Hier nun drei anekdotische Geschichten aus meiner langjährigen Beziehung mit der Deutschen Bahn.

Romantische Nacht?

Vor meiner ersten Fahrt mit dem Nachtzug hatte ich eine sehr romantische Vorstellung, wie es halt so ist beim ersten Mal. Eine schöne Mitternachtsdusche während ich mit 200 km/h durch die Landschaft rase und die Lichter an mir vorbeiziehen. Dafür hätte ich von Wien nach Hannover laufendes Wasser gebraucht und einen fahrenden Zug. Vor dem Morgenessen bin ich in Kassel auf einen Anschlusszug umgestiegen und fuhr im Veloabteil auf meinem Koffer weiter. Romantik sieht anders aus. Schade eigentlich…

Die Dreiecksbeziehung

Man fährt ja bekanntlich nicht alleine Zug und so war ich dazu gezwungen meine Liebe, die DB zu teilen. Mit Leuten die Käsescheiben und Shrimps roh essen, die sich in einem leeren Zug genau auf mein reservierten Platz setzen oder ganz nebenbei die Zugtoilette in Brand stecken. Ja ich weiss auch nicht wie… Doch es hatte genauso nette Menschen, die sich an meinem Dialekt erfreuten,mein schweres Gepäck auf die Ablage packten oder mir bestätigten das ich im richtigen Teil war (zweigeteilte Züge sind gefährlicher als man denkt). Denn irgendwie sind wir ja auch alle einfach froh wenn der Zug fährt. Ausser der Typ, der die Toilette angezündet hat offensichtlich nicht.

Lieblingstädte

Meine Lieblingstädte sind euch sicherlich bekannt, doch wusstet dir, dass mein ICE auch eine Lieblingsstadt hat? Freiburg im Breisgau heisst sie, er liebt sie so sehr, dass er immer mal wieder einfach dort stehen bleibt und nicht mehr weiter fahren will. Er hatte Freiburg aber auch einmal mit Karlsruhe betrogen, das war der Tag meiner legendären Dreiländerreise während Corona. Ja ihr habt richtig gelesen, ich bin während der Hochphase von Covid-19 an einem Tag durch drei Länder gefahren. Wieso? Weil ich beim Raussuchen einer alternativen Verbindung nicht gemerkt habe, dass Straßburg ja in Frankreich und nicht in Deutschland liegt. Ohne Formulare und Zertifikate habe ich drei Landesgrenzen überquert. Irgendwie hab ich den Wechsel nicht mitbekommen. Aber ich war ja auch mit Zugfahren beschäftigt.

Das sind nur drei kleine Anekdoten aus meiner DB Zeit und ihnen werden sicherlich noch viele folgen. Trotz allem bin ich der Deutschen Bahn sehr dankbar. Schliesslich führ ich dank ihr  nun schon seit sechs Jahre erfolgreich eine Fernbeziehung. Sie mag zwar nicht immer Pünktlich sein, doch sie hat mich noch immer an mein Ziel gebrachtund was sind da schon ein paar Minuten ausser die Abenteuer die es zu erzählen gibt?

3
3
1

Impressionen aus dem Unterricht und der Arbeit Nov – Dez

Chlaustag im Sektor Mittelland mit 9 verschiedenen Guetzli-Sorten
Fensterplatz beim Lernen
Während der Heimfahrt die eigene Verspätung verfolgen, nur noch halb so schlimm
Unsere Erkenntnisse nach einer Simulatorrunde
Passendes Adventskalender – Geschenk von Anouk
Eine Schulkollegin hat vorgeschlagen, aus meinem Blog-Namen eine Tele-Novela zu machen, hier schon mal das Titelbild
Game of Thrones Eselsbrücke für die 7 Zielpunkte bei Rangierfahrten auf die Strecke
Natürlich bin ich mittlerweile immer Schuld..
Lofi – Cat von Lofi – Girl, sie machen die besten Chillmixes zum Lernen Hier gehts zu Lofi-Girl