Fahrtenbuch Teil 1: Die Reise beginnt

Da steht sie nun vor mir, die Betriebszentrale-Mitte. Mit mehr als wackligen Beinen mache ich mich auf die letzten Meter, meine Gedanken fahren gerade Achterbahn und für einen kurzen Moment wäre ich sogar wieder umgekehrt. Wie in einem Nebel setze ich mich auf den letzten freien Stuhl beim Empfang (ich bin der Letze, obwohl ich 5 Minuten zu früh bin), dann werden wir von Eline (alle Namen sind anonymisiert) unserer „Klassenlehrerin“ abgeholt. Als Willkommens-Präsent gibt es ein Etui, Schoggi und ein Beutel Nespresso Kafi! Danach kommt die obligate Vorstellungsrunde (Gott sei dank ohne Wollknäuel), meine selbstironischen Bemerkungen über den Thurgauerdialekt ziehen immer, aber ich war mega nervös, und (light shock) ich bin der Älteste! Peter (der mit mir im Sektor ist) hat noch Jahrgang 79 aber alle andern sind nicht älter als 30, und wir sind die einzigen mit Kindern. Das hat mich dann doch dezent überrascht. Einer könnte mein Sohn sein.. Insgesamt sind wir 12 und eine sehr bunt gemischte Truppe, drei davon sind Frauen. Es hat Globetrotter, eine Kita Gruppenchefin, einen ewigen Studenten, eine Flight-Attendant und eine Kunststudentin, um mal die exotischsten zu nennen. Aber insgesamt war eigentlich eine recht gute Stimmung, sogar einen Gamer habe ich gefunden.

Inhaltlich war viel Organisatorisches, PC`s einrichten und Stundenpläne. Wir machten auch noch einen Rundgang durch das Haus, was für ein Irrgarten. Sicher immer das Handy dabei haben, falls ich mal verloren gehe. Auf jedem Stock hat es mindestens vier Kaffeemaschinen, was ich sehr aufmerksam finde für einen Koffein-Junkie wie mich. Beim Mittagessen haben wir uns noch informeller ein wenig besser kennengelernt, aber alles war für mich immer noch sehr surreal. Es kommt mir wie eine Ferienweiterbildung vor, und nächste Woche gehe ich wieder ins Schulzimmer.. Ich habe es noch nicht wirklich realisiert. Auf jeden Fall ganz herzlichen Dank für all die lieben Nachrichten und fürs Drankdenken, das hat mich sehr gefreut.

Ein besonderes Merci an meine Family, die seit bald einem Jahr mein „Plangen“ aushält und einen outstanding support abliefert (bis zum Tartiflette heute zum Znacht)!

2 Kommentare zu „Fahrtenbuch Teil 1: Die Reise beginnt

  1. „Nothing as scary as when your dreams come true“
    sang Blind Channel noch vor einer Woche im Plaza, und jetzt hast du den ersten Tag schon hinter dir.
    Da kann man nur sagen; Legends never die!

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