Fahrtenbuch Teil 19: X-Factor

Unsere Hauptansprechpartner sind die Lokführer. Meistens kommen wir sehr gut miteinander aus, brauchen wir uns doch gegenseitig für einen stabilen Zugverkehr. Zwischendurch gibt es aber auch ein bisschen beef, wie meine jüngste Tochter sagen würde. Manchmal zu recht und manchmal auch nicht. In dieser Ausgabe von X-Factor geht es um die Könige der Schiene, wie sie von uns zwischendurch mit einem Augenzwinkern genannt werden. Was denkt ihr, welche Geschichte stimmt nicht? Schreibt es in die Kommentare.

Der Jäger des verlorenen Zuges

Seit fünf Minuten sollte ein Zug in Basel aus dem Abstellgleis aufgestellt werden. Nach mehrmaligem Versuchen erreicht der Kollege aus der Birs den Lf am Handy. „Du solltest den Zug aufstellen, hast du eine Türstörung oder so?“ – „Ich finde den Zug nicht..“ Die S3 fiel an diesem Morgen aus.

Fahrrad inklusive

Lokführerwechsel eines Güterzuges in Langenthal. Normalerweise eine Sache von ein paar wenigen Minuten. Nach fünf Minuten hat sich der neue Lokführer immer noch nicht fahrbereit gemolden. Wenigstens kommt der nächste Zug hinter ihm erst in zehn Minuten. Als er sich meldet, frage ich nach, was so lange gedauert hat. „Ich musste noch mein Fahrrad einladen.“ Ich habe darauf verzichtet zu fragen, wie das physikalisch möglich sei.

Schreibzeug vergessen

Weichenstörung bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof in Luzern. Das Signal kann nur mit einer Notbedienung auf Fahrt gestellt werden, dazu braucht es ein Sammelformular (siehe hier), das der Lf normalerweise immer dabei hat. Zumindest sollte er vor der Abfahrt überprüfen, ob es vorhanden ist. Diesmal war das nicht der Fall, so konnte der Zug erst abfahren, als die Störung behoben war. Ein Kollege hat ihm netterweise beim nächsten Bahnhof einen neuen Block Formulare übergeben.

4 Kommentare zu „Fahrtenbuch Teil 19: X-Factor

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