Fahrtenbuch Teil 2: Looking for Rebekka

Die Ausbildung ist eigentlich zu kurz, also eigentlich reicht die Zeit nicht. Wir wären froh, wenn wir mehr Zeit zum üben hätten. Gerade gestern haben wir im Team darüber gesprochen das es für euch schon recht stressig ist. – Diese Sätze hören wir fast vor jedem Schultag. Und ich muss nach den ersten Wochen sagen, sie haben leider recht, das wird kein Spaziergang. Und das ist nicht das übliche Understatement. Bei meinen bisherigen Weiterbildungen (NDS, CAS an der PH vom Semi reden mal gar nicht) konnte ich easy einen Nachmittag wegdösen und immerhin physische Präsenz zeigen, am Ende reichten auch 75% Verstandenes um zu bestehen. Hier ist es komplett anders, ganz oder gar nicht. Was natürlich auch seine Berechtigung hat, versteht mich nicht falsch. Aber das ist schon ein ziemliches Ungewöhnen. Bei den kleinen Klassen (12 oder in der Halbklasse nur 6) kann ich mich auch nicht in der hintersten Reihe verstecken, die volle Aufmerksamkeit wird verlangt. Wir müssen uns vor allem mit dem Reglement herumschlagen und die Folgen daraus ableiten. Eine Wegbeschreibung in Tokio auf japanisch wäre zuweilen einfacher. Ein Beispiel gefällig?

Alles klar?

Aber ein bisschen Spass muss zwischendurch auch sein. Beat und ich haben uns in der Mittagspause darüber unterhalten, ob wir Rebekka schon entdeckt haben. Wer ist Rebekka?

Live zu finden unter folgendem Link: nach unten scrollen (Quelle sbb.ch)

Bis jetzt war sie unauffindbar und langsam beschleicht uns das Gefühl, dass es nur Fake News waren, um neue Mitarbeiter zu finden. Sollte ich sie jemals antreffen, mache ich sicher ein Selfie mit ihr..

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Fahrtenbuch: Impressionen aus dem Unterricht der ersten zwei Wochen

Hausaufgabe vor Ort: Plan und Realität vergleichen mit Unterstützung von Anouk und Noël
(Wer weiss was das Signal bedeutet?)
4 Bildschirme zum mitschreiben erleichtern die Theorielektion ungemein
Die Sarganser Schlaufe, präferierte Fallgrube aller Simulator-Runden
Es geht nichts über analoges Anschauungsmaterial
Extra für den Blog haben wir die Bestandteile der Weiche besprochen
Der Name unserer Jahrgangsklasse
Mein neuer bester Freund: Quizlet!
Wer bei uns zu spät kommt muss einen Znüni bringen (ausser der Zug ist Schuld wie hier)
Das bin ich mindestens 1x pro Tag

Fahrtenbuch Teil 2: Klassenlager à la SBB

Auftrag: Halte deine Erlebnisse der drei Einführungstage in Form eines Aufsatzes fest. Mach ganze Sätze.

Am Morgen bin ich mit dem Zug nach Bern gefahren, dort habe ich meine KlassenkollegInnen getroffen. Wir sind zusammen nach Muntelier ins Centre Löwenberg gefahren, das ist das Kongress-Zentrum der SBB. Wir konnten unsere kleinen aber feinen Zimmer beziehen, leider hat unser Lehrer vergessen, dass wir das erst ab 12:00 können, so mussten wir die Koffer mitnehmen in das Klassenzimmer. Dieses war in einem schönen alten Haus. Zuerst haben wir nochmals unsere Laptops eingerichtet, das war anstrengend. Dafür gab es nachher Zmittag, Vollpension all inclusiv. Sonst musste ich jeweils sogar das Weihnachtsessen selber bezahlen, das fand ich sehr nett von der SBB. Am Nachmittag haben wir verschiedene Bahnunternehmen kennengelernt, ich durfte die Thurbo vorstellen, ich wusste soager etwas zu sagen. Am meisten hat mir am Abend das Tischtennisspielen und das Werwölflen gefallen, obwohl ich immer gestorben bin. Es war sehr lustig und der Spielleiter Jack hat es mega gut gemacht, wir haben viel Lachen müssen. Die Bar hat einen Rekordumsatz gemacht an diesem Abend, sogar die Lehrer haben eines (oder zwei) mitgetrunken. Das hat mich sehr überrascht, weil wir im Skilager immer den Alkohol verstecken mussten. Zwei Jungs von uns versuchten bei der hübschen blonden Zürcherin der anderen Gruppe zu landen, obwohl man ja eigentlich genau weiss, dass andere Gruppen im Lagerhaus immer unsere Feinde sind. Das fand ich ein wenig schade, das sie unsere Gruppenregeln missachtet haben. Ich kann leider nicht sagen wie es ausgegangen ist, weil dann irgendwann einmal ins Bett ging. ich war nicht der Erste der ging möchte ich hier noch sagen, aber irgendwann machen sich die 44 Jahre halt auch bemerkbar. Es waren drei lustige Tage und ich hatte schon ein wenig ein Lagerfeeling wie früher. Müde zu Hause angekommen lag die Abrechnung von meinem GA auf dem Tisch. Laut der SBB bin ich offiziell gestorben, vielleicht war das Werwölflen doch nicht so eine gute Idee..

Fahrtenbuch Teil 1: Die Reise beginnt

Da steht sie nun vor mir, die Betriebszentrale-Mitte. Mit mehr als wackligen Beinen mache ich mich auf die letzten Meter, meine Gedanken fahren gerade Achterbahn und für einen kurzen Moment wäre ich sogar wieder umgekehrt. Wie in einem Nebel setze ich mich auf den letzten freien Stuhl beim Empfang (ich bin der Letze, obwohl ich 5 Minuten zu früh bin), dann werden wir von Eline (alle Namen sind anonymisiert) unserer „Klassenlehrerin“ abgeholt. Als Willkommens-Präsent gibt es ein Etui, Schoggi und ein Beutel Nespresso Kafi! Danach kommt die obligate Vorstellungsrunde (Gott sei dank ohne Wollknäuel), meine selbstironischen Bemerkungen über den Thurgauerdialekt ziehen immer, aber ich war mega nervös, und (light shock) ich bin der Älteste! Peter (der mit mir im Sektor ist) hat noch Jahrgang 79 aber alle andern sind nicht älter als 30, und wir sind die einzigen mit Kindern. Das hat mich dann doch dezent überrascht. Einer könnte mein Sohn sein.. Insgesamt sind wir 12 und eine sehr bunt gemischte Truppe, drei davon sind Frauen. Es hat Globetrotter, eine Kita Gruppenchefin, einen ewigen Studenten, eine Flight-Attendant und eine Kunststudentin, um mal die exotischsten zu nennen. Aber insgesamt war eigentlich eine recht gute Stimmung, sogar einen Gamer habe ich gefunden.

Inhaltlich war viel Organisatorisches, PC`s einrichten und Stundenpläne. Wir machten auch noch einen Rundgang durch das Haus, was für ein Irrgarten. Sicher immer das Handy dabei haben, falls ich mal verloren gehe. Auf jedem Stock hat es mindestens vier Kaffeemaschinen, was ich sehr aufmerksam finde für einen Koffein-Junkie wie mich. Beim Mittagessen haben wir uns noch informeller ein wenig besser kennengelernt, aber alles war für mich immer noch sehr surreal. Es kommt mir wie eine Ferienweiterbildung vor, und nächste Woche gehe ich wieder ins Schulzimmer.. Ich habe es noch nicht wirklich realisiert. Auf jeden Fall ganz herzlichen Dank für all die lieben Nachrichten und fürs Drankdenken, das hat mich sehr gefreut.

Ein besonderes Merci an meine Family, die seit bald einem Jahr mein „Plangen“ aushält und einen outstanding support abliefert (bis zum Tartiflette heute zum Znacht)!